Header_Kontakt_Fos_wächter2

Brief Andreas Olivari

„Des Kaisers neue Kleider“

Köln, 25.6.2020

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

Sie kennen mich und wissen, dass ich mein Herz auf der Zunge trage. Vielleicht haben Sie sich daher gewundert, dass ich bisher zum Thema Corona noch nicht öffentlich Stellung bezogen habe. Das möchte ich an dieser Stelle nachholen, weil ich die gesamte Situation nicht mehr ertrage und ich mich mit meinem Schweigen nicht mitschuldig machen möchte. Als ehemaliger Journalist und Fernsehmann war es mir wichtig, die Geschehnisse der letzten Wochen und Monate erst kritisch zu durchdenken, zu prüfen und mit diversen Fachleuten aus meinem Netzwerk zu diskutieren, bevor ich mir ein persönliches Urteil erlaube. Jetzt bin ich soweit.

Natürlich halte auch ich die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Hygieneregeln in meiner Praxis ein. Patienten mit Vorerkrankungen, gebrechliche und immungeschwächte Personen, habe ich ausführlich aufgeklärt und mit ihnen besprochen, ob es im Moment sinnvoll oder notwendig ist, in meine Praxis zu kommen. Das mache ich bei jeder anderen schweren Grippewelle auch so. Seit Jahren. Coronaviren bilden keine Ausnahme und sind schon gar kein Grund für einen Ausnahmezustand. Sie sind seit Jahrzehnten an Grippewellen beteiligt. Die Betonung liegt auf dem Wort „beteiligt“. In meinen Augen sind an den saisonalen Grippewellen – zuletzt die Influenza – immer verschiedene Erreger ursächlich. Die Mischung macht das Gift. Mal sind es viele Influenzaviren, mal weniger, wie dieses Jahr. Wo eine Lücke entsteht, ist Platz für zum Beispiel Coronaviren. Oder andere Viren, die ständig mutieren. Das ist völlig normal und ich teile keinesfalls eine monokausale Sichtweise, wie sie zum Beispiel vom Robert-Koch-Institut oder der Berliner Charité vertreten wird. Leider werden seit Monaten ausschließlich diese Quellen in den Medien verbreitet, die diese Informationen sensationalisieren und in eine Inszenierung von Tod münden lassen, was logischerweise zu Angst in der Bevölkerung führt.

Ich möchte in diesem Zusammenhang einen von mir sehr geschätzten Berater zitieren. Ulrich Keil war Direktor des Instituts für Epidemiologie und Sozialmedizin der Universität Münster und arbeitete unter anderem über viele Jahrzehnte als Berater der WHO. Er gehörte zur Gruppe von Experten, die vor zehn Jahren die Schweinegrippe aufgearbeitet hatte, die damals zu groben Fehleinschätzungen führte. Dieser Epidemiologe bestätigte Anfang Mai dieses Jahres in einem Interview meine Vermutung: „Diese Erreger fordern unsere Immunabwehr immer wieder aufs Neue heraus. Allerdings ist dieses Coronavirus nicht gefährlicher und tödlicher als das, was wir von früheren stärkeren Influenzawellen kennen!“ Diese Meinung teilen auch zahlreiche andere Experten aus meinem Netzwerk.

Kommen wir zu den angstmachenden Zahlen aus den Medien. In meinen Augen haben wir es hier mit äußerst verzerrten Zahlen ohne plausible Bezugsgröße zu tun. Wenn wir primär Hochrisikogruppen testen, dann erhalten wir logischerweise auch erschreckend hohe Zahlen. Dabei wurden längst Studien durchgeführt, die eine sehr niedrige Letalität bei Corona zeigen, so zum Beispiel die Heinsberg-Studie des Virologen Hendrik Streeck, der für den stark betroffenen Ort Gangelt eine Letalität von 0,36 Prozent ermittelte. Richtig wäre in meinen Augen, anhand von repräsentativen Zufallsstichproben in der Bevölkerung zu ermitteln, wie viele Menschen tatsächlich schon an Corona erkrankt waren, aber eben nicht schwer oder kaum merklich. Ich erwarte Zahlen von unter 0,1 Prozent, wie sie für saisonale Grippen üblich sind. Anstatt hier in Studien zu investieren, werden Forschungsgelder in Impfstoffe gepulvert gegen Viren, die doch wieder mutieren. Ich hoffe, dass sich das Ruder noch herumreißen lässt und nicht dieselben Fehler aus der Vergangenheit wiederholt werden.

Als der Lockdown am 18. März ausgerufen wurde, war ich regelrecht geschockt! Wie kann man Schulen schließen und alte Menschen in Heimen isolieren? Ich habe etliche betagte Menschen erlebt, die sehr unter der Einsamkeit und Isolation gelitten haben. Wie muss sich außerdem ein schwer kranker Mensch im Krankenhaus fühlen, der keinen Besuch mehr empfangen darf? Wie fühlen sich die, die nicht ins Heim oder ins Hospital hineindürfen? Von weltweiten Hungersnöten, unbehandelten Patienten mit akuten Erkrankungen, Insolvenzen und Firmenpleiten, Gewalt in Familien, Suiziden und überstürzten Impfungen wollen wir mal gar nicht sprechen.

Von Generation zu Generation wird gestorben. Tod und Sterben gehören zum Leben dazu, auch wenn dieser letzte Teil des Lebens oftmals viel Schmerz, Leid und Trauer beinhaltet. Schlimmer als der Schmerz selbst ist aber doch der Gedanke, dass ich nahestehenden Menschen in der letzten Stunde des Lebens nicht nah sein darf. Ich halte das für untragbar und regelrecht widerlich, kranke und sterbende Menschen in Heimen und Krankenhäusern zu isolieren. Ich betrachte nicht das nackte Überleben als absoluten Wert, sondern für mich zählt die Lebensqualität bis zum letzten Atemzug. Und wenn es das Coronavirus ist, das letztendlich für den Tod verantwortlich ist. Bisher wurde übrigens selten nachgewiesen, ob die erkrankten Menschen wirklich an und nicht mit Corona gestorben sind. Wie oft sind Atemwegserkrankungen das Zünglein an der Waage, wenn es einem Menschen sowieso schon sehr schlecht geht? Dazu verweise ich auf Interviews im April und Mai 2020 mit dem Rechtsmediziner am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Prof. Klaus Püschel, der unter anderem der Tagesschau in einem Interview erklärte, dass alle von ihm obduzierten an Covid-19 gestorbenen Menschen mindestens eine, wenn nicht sogar mehrere, relevante Vorerkrankungen hatten und dieses Jahr ohnehin nicht überlebt hätten. Der Fachmann musste für seine Ausführungen in den Medien viel Kritik einstecken.

Natürlich habe ich Respekt vor einem Virus, aber Angst habe nicht. Auch bei der Schweinegrippe haben Experten mit ihren Angstkampagnen danebengelegen. Der millionenfach eingelagerte Impfstoff Tamiflu kam gar nicht zum Einsatz. Dasselbe Spiel wiederholte sich bei der Vogelgrippe 2005/2006. Wir sind auf dem besten Wege, grobe Fehler aus der Vergangenheit zu wiederholen. Ich habe in der ganzen Scharade der letzten Wochen und Monate vergeblich nach einem Funken Normalität gesucht. Ich setze auf achtsames Hygieneverhalten. Das ist übrigens in der Erkältungszeit seit Jahrzehnten ein adäquates Mittel gegen Ansteckung. Ein Lockdown war meiner Meinung nach völlig überzogen, denn eine Grippe löst sich auch wieder auf – ganz von selbst. Der beste Beweis ist die Grippe-Epidemie von 2017/2018. Doch warum ist plötzlich alles anders? Und was passiert, wenn Covid-19 bei der nächsten Erkältungswelle wieder mitmischt? Ich mag mir das gar nicht ausmalen.

Verstehen Sie mich bitte richtig. Ich bin nicht auf Verharmlosung aus, denn die Grippe ist eine gefährliche Erkrankung. Ich würdige jedes Opfer von Covid-19. Doch ich wehre mich vehement gegen Angst- und Panikmache und fordere evidenzbasierte wissenschaftliche Arbeit, die sich nicht ausschließlich auf hoch unzuverlässige PCR-Tests stützt. An dieser Stelle zitiere ich den Schweizer Immunologen Prof. Dr. Beda M. Stadler: „Erstens: Es war falsch zu behaupten, das Virus sei neu. Zweitens: Noch falscher war es, zu behaupten, es bestünde in der Bevölkerung keine Immunität gegen dieses Virus. Drittens: Es war sozusagen die Krönung der Dummheit, zu behaupten, man könne die Krankheit Covid-19 symptomlos durchmachen oder andere gar ohne Symptome anstecken.“
Den komplett von ihm verfassten Artikel aus der Schweizer „Weltwoche“ finden Sie hier.

Ich finde, politische Entscheidungen müssen nachvollziehbar sein. Dazu gehört auch, Opferzahlen in den jeweiligen nationalen Kontext zu stellen und spezifische Einflussfaktoren zu berücksichtigen, wie zum Beispiel Vorerkrankungen. Was derzeit passiert, ist unvorstellbar. Ich bin in großer Sorge um unsere Grundrechte, die mal so eben Schritt für Schritt ausgehebelt werden und ich habe die starke Befürchtung in einer scheinbar medizinisch fremdbestimmten Welt zu leben, in der man Menschen sagt, wie sie zu leben und zu sterben haben. Jeder Mensch hat das Recht auf Infektion. Nicht neu, aber dieses Mal sehr erfolgreich, ist es den Lobbyisten der Pharmaindustrie gelungen, einen massiven Einfluss auf die weltweiten Gesundheitsinstitutionen zu nehmen und die Politik in höchstem Maße zu manipulieren.

An dieser Stelle ein paar Worte zu Bill Gates. Hierzu habe ich einen treffenden Leserbrief von Kornelia Kania (Barsinghausen) in der Frankfurter Rundschau vom 4. Juni 2020 gefunden, den ich in Ausschnitten zitiere. „Die Menschen, die den viel zu großen Einfluss einer einzelnen Person kritisieren, sind weder infam noch ignorant… Die Finanzierung der Stiftung erfolgt über einen Trust, der in Aktien investiert und auch in die Pharmafirmen, die von seinen priorisierten Maßnahmen profitieren. Dass im Vorstand ehemalige Vertreter von Pharmaunternehmen vertreten sind und von dort auch wieder in die Pharmaindustrie zurückwechseln – geschenkt…Bill Gates spendet auch nicht sein Vermögen, sondern genau genommen unser aller Geld, da ein Gutteil des geradezu obszön hohen Vermögens, das er sein Eigen nennt, auf extremer Steuervermeidung beruht. Was wäre wohl alles möglich, wenn diese ersparten Steuergelder in demokratisch verwalteten Ländern im Staatsvermögen verblieben wären? Ob dann die WHO ihrem Auftrag, die Grundlagen der Gesundheitsversorgung weltweilt zu gestalten, nachkommen könnte, statt jetzt zum ganz überwiegenden Teil, wohl etwa 80%, auf zweckgebundene Privatspenden angewiesen zu sein… Es ist zu kritisieren, wenn einzelne Menschen allein aufgrund ihres Geldes das weltweite Vorgehen in bestimmten Dingen vorgeben, denn Bill Gates ist nicht aufgrund seines Fachwissens befähigt, hier wegweisend tätig zu werden, und er ist auch in keiner Weise demokratisch dazu legitimiert…“

Liebe Patientinnen, liebe Patienten, ich kann Sie nur ermutigen, Ihren gesunden Menschenverstand einzusetzen. Reflektieren Sie gegebenenfalls Ihre Ängste, die einen ganz nebenbei schlecht beraten und letztendlich Ihr Immunsystem schwächen. Es geht nicht darum, gegen den Strom zu schwimmen, sondern einen Sprung aus dem Wasser zu wagen, um eine neue Perspektive einnehmen zu können.

Ich werde Sie auch in Zukunft dabei unterstützen, was für ein aktives und vitales Leben in Verbundenheit mit Mensch und Natur wesentlich ist! Bleiben Sie gesund – und wach!

Ihr Andreas Olivari

PS.: Bücher, die ich Ihnen ans Herz lege.

Dr. Karina Reiss, Dr. Sucharit Bhakdi, „Corona Fehlalarm? Zahlen, Daten und Hintergründe“, Goldegg Verlag

H. C. Andersen, „Des Kaisers neue Kleider“, Reclam Verlag

Aktuell
close slider

 

Aus gegebenem Anlass
ein Brief zur Zeit.

 

Aufgrund der aktuellen Situation, hier unsere verkürzten Öffnungszeiten:

Montag: geschlossen
Dienstag: 10:00–19:00 Uhr
Mittwoch: 10:00–19:00 Uhr
Donnerstag: 14:00–19:00 Uhr
Freitag: 10:00–19:00 Uhr
Samstag: 9:30–13:00 Uhr
und nach Vereinbarung